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Stolpersteine - Zeichen gegen das Vergessen

Viele haben sie bemerkt und kennen ihre Bedeutung nicht. Viele haben sie nicht bemerkt - die STOLPERSTEINE des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Gunter Demnig erinnert damit an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor deren letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Bis heute hat er über 5.500 Stolpersteine in fast 100 Ortschaften verlegt. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Stolpersteinen vor den Häusern hält er die Erinnerung an die Menschen wach, die einst hier wohnten, deportiert wurden und in den Konzentrationslagern ums Leben kamen. Es waren Mitbürger jüdischen Glaubens, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Sinti und Roma, Künstler und andere, dem NS-Regime unbequeme Menschen. So ist z.B.auf dem Bürgersteig vor dem Haus, Emmastraße 27 in Sülz, eine Messingtafel eingelassen zur Erinnerung an Dr. Louise Strauss-Ernst, der Frau des Malers Max Ernst. Sie hat hier mit ihrem Sohn Jimmy eine Zeit lang gewohnt. Lou Strauss-Ernst, wie sie damals genannt wurde, hat über ihr Leben ein lesenswertes Buch geschrieben mit dem Titel "NOMADENLEBEN".
Für 95 Euro kann jeder eine Patenschaft über die Herstellung und Verlegung eines STOLPERSTEINES übernehmen. Anfragen an info@stolpersteine.com. Wollen Sie mehr über die Stolpersteine wissen, besuchen Sie die Homepage www.stolpersteine.com.
Werfen Sie bei Ihrem nächsten Bummel durchs Viertel öfter mal einen Blick auf den Bürgersteig.
Mehr über Louise Strauss-Ernst können Sie hier erfahren.

J. Heuel, Fotos: Gudrun Velten







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