"Lichthof Sülz"

 



"Lichthof Sülz", Lotharstr. 14 - 18

Seit Anfang 2009 hat die Volkshochschule die durch den Auszug des Berufskollegs freigewordenen Räume belegt, als Ausweichquartier für die Zeit, in der das Hauptgebäude der VHS am Neumarkt renoviert wird.

Und so finden Sie Ihren Weg zum LICHTHOF  »

Foto: © Jürgen Heuel, 2006

Von der Hutfabrik über Schulgebäude zum Kulturzentrum?

Experten sagen, es sei das interessanteste Gebäude in Sülz. Und das nicht nur wegen der im Jugendstil gestalteten Fassade, sondern auch wegen der in diesem Stil gestalteten Innenausstattung und den durch ein Glasdach belichteten Innenhof. Der so gepriesene Backsteinbau in der Lotharstraße 14 - 18 wurde in den Jahre 1912-1913 von den Architekten Gartner und Berns errichtet. Das Gebäude beherbergte bis 1938 die Strohhutfabrik "Silberberg und Meyer". Der Innenhof diente als Nähsaal. In Zuge der "Arisierung" ging das Gebäude 1938 in der Besitz der Stadt Köln über und wurde zunächst an ein privates Lyzeum vermietet. 1942 ging es an den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfond im Tausch gegen andere Liegenschaften. Belegt war das Gebäude inzwischen von einer Maschinenfabrik und dem Hildesgardis-Lyzeum. In den Obergeschossen wurden Uniformen genäht und Bouillonwürfel hergestellt. Nach dem Krieg bezog das wiedergegründete Apolstelgymnasium die rechte Gebäudehälfte. In der linken Gebäudehälfte war das Hildegardisgymnasium untergebracht. Der ehemalige Nähsaal wurde als Turnhalle und Aula genutzt. Nach dem Auszug der Schulen 1961/62 übergab die Stadt die Räume an das Werklehrer-Seminar und die Abteilung Wirtschaft der späteren Fachhochschule. 1974 zogen Nebenstellen der Volkshochschule, der Rheinischen Musikschule und der Berufsbildenen Schule für Wirtschaft und Verwaltung ein. Vor ca. 10 Jahren zog die Volkshochschule aus dem rechten Gebäudeflügel aus.. Freigewordene Räume wurden nach und nach als Atelierräume an Künstler vermietet. Einige freie Räume werden zur Zeit zu Schulräumen umgebaut, in die zeitweise Klassen des Berufskollegs Brüggener Straße (Zollstock) untergebracht werden. Das Schulgebäude in Zollstock wird saniert und umgebaut. Der linke Geäudeteil wird schon seit längerer Zeit teilweise als Ausweichquartier für das Berufskolleg genutzt. Andere Räume werden immer noch von der Rheinischen Musikschule genutzt. Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten in der Brüggener Straße sollen alle Klassen endgültig aus der Lotharstraße ausziehen. Was wird dann mit den leergewordenen Räumen passieren? Könnte man die Räume und den "Lichthof" als Kulturzentrum im Viertel nutzen? Denn das fehlt im Viertel. Künstler gibt es ja bereits im Gebäude. "Leben in Sülz und Klettenberg" hat sich bereits mit den Möglichkeiten befaßt und bleibt "am Ball". Mal sehen, was sich erreichen läßt.

26. Dez. 2006. Inzwischen hat sich die Rheinische Musikschule (RMS) nach Gesprächen mit dem Herausgeber von www.leben-in-suelz.de", Jürgen Heuel, diesen Bestrebungen angeschlossen. Zudem wurde eine Kooperation zur Nutzung des "Lichthofs" für künftige Veranstaltungen vereinbart. Die RMS unterhält in dem Gebäude ihre Regionalschule Sülz. Ab Januar 2007 heißt es für Veranstaltungen der RMS, die in dem Gebäude stattfinden, nicht mehr "Glashaus (Aula)" sondern "Lichthof, Lotharstr. 14 - 18". Damit wird der "Lichthof" einmal mehr als Veranstaltungsort im Viertel zu einem festen Begriff.

Jürgen Heuel

Hier finden Sie die Veranstaltungen im "Lichthof Sülz"

Historisches:

1.  "wikipedia" über die Hutfabrik Silberberg & Mayer   hier.

2.  Zur Geschichte der Rheinischen Musikschule in drei Teilen:
     Teil 1  -  Teil 2  -  Teil 3

Diese Aufnahme zeigt die Strohhutfabrik Silberberg & Mayer in der Lotharstr. 14 - 18 im Jahre 1915.

<Strohhutfabrik Silberberg & Mayer

Dieses Foto befindet sich in den Beständen des "Vereins Rheinische Industriekultur e.V." und wurde mir zur Veröffentlichung überlassen. (Herzlichen Dank an Dr. Walter Buschmann). Wer sich für rheinische Industriekultur interessiert, sollte unbedingt die Homepage des Vereins
www.rheinische-industriekultur.de besuchen.


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