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Frauenberatungszentrum Köln e.V. in der Sülzburgstraße

20. März - Wege zeigen ist ein Leitsatz des Frauenberatungszentrums Köln. Immer noch sind Frauen auch in Deutschland benachteiligt und immer wieder geraten sie und ihre Kinder unverschuldet in Notsituationen. Das Frauenberatungszentrum arbeitet daran, die persönliche und gesellschaftliche Situation von Frauen zu verbessern.
Seit 1995 ist der Verein Frauenberatungszentrum Köln e.V. Trägerin der Beratungsstelle in der Sülzburgstraße 203. In der Beratungsstelle arbeiten drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, die sich eineinhalb volle Stellen teilen.
Zunächst zu unserer Geschichte:
1976 gründeten Studentinnen der Fachhochschule Köln den Verein Frauen helfen Frauen. Bereits einige Monate später konnte das erste Frauenhaus in Köln geöffnet werden.
1980 wurde die Frauenberatungsstelle von Frauen helfen Frauen eröffnet, um eine Nachbetreuung für ehemalige Frauenhausbewohnerinnen zu sichern.
1989 erfolgte ein Umzug in die Sülzburgstraße 203, wo die Beratungsstelle seit nunmehr 17 Jahren einen festen Bestandteil des Stadtviertels Köln-Sülz darstellt.
1994 wurde der Verein Frauenberatungszentrum Köln e.V. gegründet mit dem Ziel, die allgemeine Beratung von Frauen in schwierigen Lebenssituationen zu übernehmen.
Rund 600 Frauen nehmen jedes Jahr unseren Rat und unsere Hilfe in Anspruch. Wir bieten Frauen, die in eine Krisensituation geraten sind, Beratung, Information und Unterstützung. Unsere Arbeit setzt an der Stelle an, wo Frauenhausaufenthalte bzw. ALG II, Obdachlosigkeit oder Psychiatrie vermieden werden können.
Wir unterstützen Frauen, neue, individuelle Perspektiven zu entwickeln. Unsere Überzeugung ist es, dass jede Krise auch eine Chance darstellt, und wir motivieren Frauen, eine unabhängige und eigenverantwortliche Lebensperspektive zu verwirklichen.
Das Frauenberatungszentrum zählt zu den Einrichtungen in Köln, die Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, beraten und betreuen. Seit Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes (2002) arbeiten wir noch enger mit hier involvierten Institutionen und Fachkräften zusammen. Beispielsweise führt die gute Kooperation mit der Gerichtshilfe dazu, dass immer mehr Frauen den Weg zu uns finden, bzw. von uns an die Gerichtshilfe verwiesene Frauen während eines Gerichtsverfahrens begleitet werden können.
Neben Krisenintervention bieten wir einmalige Beratungsgespräche und Beratungsreihen für alle Frauen an. Hier kann es sich unter anderem um eine Trennung, einen Arbeitsplatzkonflikt, einen Familienkonflikt oder soziale Schwierigkeiten handeln. Gerade Frauen, die in ihrer Beziehung Gewalt erfahren haben, leiden oft unter einem geringen Selbstwertgefühl und mangelndem Selbstbewusstsein, die es zu stärken gilt. Gemeinsam mit ihnen erarbeiten wir ihre persönlichen Ressourcen und suchen nach Lösungsmöglichkeiten in ihrer schwierigen Lebenssituation.
Die Beratungsstelle versteht sich auch als Informationszentrum für Frauen. Wir sind vernetzt mit zahlreichen regionalen und überregionalen Fachstellen. So können wir ggf. andere, spezialisierte Fachangebote aufzeigen bzw. an Institutionen vermitteln. In unseren Räumen bieten wir Informations- und Themenveranstaltungen sowie Kurse durch qualifizierte Referentinnen an. Unser Programm enthält viele Gruppenangebote und interessante Themen- und Informationsnachmittage, die von interessierten Frauen zahlreich besucht werden, und eine gute Ergänzung zu unseren Einzelberatungen ist. Die Auswahl der Themen richtet sich nach den Anfragen und Anliegen der Klientinnen und aktuellen sozial-politischen Frauenthemen.
Auch Gewaltprävention ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir führen jedes Jahr verschiedene Öffentlichkeitsaktionen durch, beispielsweise zum 25.11., dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen (im Rahmen des Kölner Aktionsbündnisses) und zum Internationalen Frauentag am 8. März (in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gleichstellung der Stadt Köln). Darüber hinaus bieten wir interessierten Gruppen und Institutionen Seminare und Informationsveranstaltungen zum Thema Gewalt gegen Frauen an. Dieses Angebot nutzen unter anderem Berufsschulen, die Polizei oder ausländische frauenpolitisch interessierte Delegationen.
Wir erhalten öffentliche Zuschüsse vom Land NRW und von der Stadt Köln, müssen jedoch 2.300,- € monatlich aus Eigenmitteln bestreiten. Hier sind wir auf Spenden und Fördergelder angewiesen. Dass wir unsere vielseitigen Angebote auch in Zeiten leerer Kassen und Kürzung der öffentlichen Förderung weiterhin aufrechterhalten können.

Elisabeth Faßbender
Frauenberatungszentrum Köln e.V., Sülzburgstraße 203, Tel. 420 1620, Internet: www.frauenberatungszentrum-koeln.de

 

 

 

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